Die Galerie im Georgshof der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S präsentiert die Ausstellung „Chronist der Landschaft“.

Die Ausstellung können Sie bis zum 28.September 2017 immer dienstags und donnerstags zwischen 15.00 und 18.00 besuchen.

Der Maler Günther Weißflog(1909- 1987) kam 1936 nach einem Kunststudium in Dresden nach Benninghöfen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und baute sich dort eine Existenz als freischaffender Künstler und Kleinbauer auf. Er pachtete eine Kate und ein Stück Land vom Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide (VNP). So kam er in den 1950er Jahren auch in Kontakt zu Alfred Toepfer, der zu dieser Zeit für lange Jahre Vorsitzender des VNP wurde.

Weißflogs Werk zeigt eine große Bandbreite. In den Vorkriegsjahren malte er im spätimpressionistischen Still. Er dokumentierte die letzten Reste des ursprünglichen Heidenbauernlebens. Innen- und Außenansichten der alten Rauchhäuser, die heute großen Wert als Zeitzeugnisse haben, gehörten ebenso zu seinem Interesse wie die Heidenlandschaft selbst. In seinen Werken ist die Farbe gegenüber der Form wesentliches Ausdruckselement. Er wechselte von Öl- und Tempermalerei zur Aquarelltechnik Großformatige Aquarelle machen sein Hauptwerk aus.

Der zweite Weltkrieg unterbrach sein Schaffen und Schicksalsschläge wie der Verlust seiner Kate durch Blitzschlag begleiteten seinen Lebensweg. Der Großteil seiner Bilder konnte jedoch gerettet werden. Der Aufbau einer neuen Existenz zwang ihn, für mehrere Jahre im Hamburger Hafen zu arbeiten. Schließlich wurde aus dem „Sonntagsmaler“ wie sich Weißenflog damals nannte, wieder ein „nur Maler“. Seinen Humor und sein freundliches Wesen verlor er in dieser schwierigen Zeit nicht, im künstlerischen Schaffen blieb seine Farbenfreude erhalten.

 

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