Scherben im Kopf – Trauma und seine Folgen bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Ausstellung vom 1. März bis 31. Mai 2017

Vortrag am 19. April um 18.00 Uhr

Am 19. April hielt Pia Heckel, Leiterin des Instituts für Psychotraumatologie, in den Räumen der Galerie, Georgsplatz 10, 20099 Hamburg, einen Vortrag zum Thema Trauma bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Die Folien des Vortrages finden Sie hier.

Schätzungen zufolge sind 25 bis 40% der geflüchteten Menschen, die sich seit Frühjahr 2015 vermehrt auf den Weg nach Europa gemacht haben, traumatisiert. Darunter befinden sich viele Kinder und Jugendliche, die vielfach vor und während ihrer Flucht mit Ereignissen konfrontiert wurden, die besonderes Verständnis und einen sensiblen Umgang erfordern. So benötigen Betroffene nach einem traumatischen Ereignis in erster Linie Sicherheit und Stabilität, damit sich ihr Gehirn von der psychischen Ausnahmesituation erholen kann, damit sie wieder neuen Lebensmut schöpfen können.

Die Ausstellung „Scherben im Kopf“ nähert sich dem Thema Trauma und seinen Folgen bei Kindern und Jugendlichen in allgemeinverständlicher Form. In fünf Stationen wird den Fragen nachgegangen, was ein Trauma ist, welche Symptome typisch sind, welche Faktoren eine Heilung beeinflussen und wie traumatisierte Kinder und Jugendliche unterstützt werden können. Darüber hinaus werden Flucht- und Traumaerfahrungen in kurzen Filmen dargestellt.

Die Notwendigkeit, wissender und handlungsfähiger gegenüber  traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu werden, hat eine hohe Dringlichkeit. Dies gilt insbesondere für Personen, die sich professionell und ehrenamtlich um Geflüchtete kümmern, aber auch für eine breitere Öffentlichkeit. An diese Überlegung knüpft die Ausstellung an und will einen kleinen Beitrag zum besseren Verständnis leisten.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stiftung Children for Tomorrow, des Instituts für Psychotraumatologie und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

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