„Menschen Im Widerstand. Gegen das NS-Regime“.

Lange Zeit hielt man im Westen eine „Adels- und Offiziersclique“ für die Hauptaktivisten des Widersands und diffamierte sie als „Landesverräter“. In der DDR lehrte man die widerständigen Kommunisten und negierte alle anderen. Tatsächlich opponierten neben wenigen Einzelkämpfern Menschen weiter Kreise der Bevölkerung:

Neben militärischen auch politische, bürgerliche, religiöse, intellektuelle und weltanschauliche Gruppen. Ein breites Verhaltensspektrum erstreckte sich von passivem Widerstand über Konspiration und Umsturzversuch bis zur Entwicklung rationaler Konzepte für eine Neuordnung des Deutschen Reiches.

Im Widerstand fanden sich die anderen, unabhängig denkenden Deutschen, die ihrem Gewissen und ihrer Vorstellung von Rechtsstaat, Meinungsfreiheit und Glauben folgten-eine allerdings sehr kleine Minderheit gemessen an der großen Masse der NS-konformen Bevölkerung.

Der Maler und Zeichner Otto Quirin wurde als Jugendlicher zur Teilnahme am zweiten Weltkrieg eingezogen und erst bei der Flak, später in Russland mehrfach traumatisiert. Er beschloss 2014, bewegt durch die Rede Joachim Gaucks am 20.Juli zum 70. Jahrestag des Attentats, mit seinen Mitteln die Widerstandskämpfer zu ehren, die ihren verzweifelten Einsatz mit dem Leben bezahlten. Er arbeitete 128 Porträtzeichnungen, denen er Befunde und Gedanken in Schriftform hinzufügte und schuf damit bewegende Dokumentationen von Einzelschicksalen.

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