Das Klingende Museum Hamburg und MENTOR – Die Leselernhelfer Hamburg e.V.

Das unabhängige Kuratorium des Max-Brauer-Preises hat den Preis 2009 zwei Institutionen zuerkannt, die sich um die Kinder- und Jugendbildung verdient gemacht haben und ihre erfolgreiche Arbeit weiter fortsetzen.

Das Klingende Museum Hamburg

wurde vor zwanzig Jahren von Prof. Gerd Albrecht, dem damaligen Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, in Hamburg initiiert. Im Souterrain der Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg gelegen, war es für lange Zeit das erste und einzige Museum weltweit, in dem die kleinen und großen Besucher stets alle Instrumente – von Klassik bis Rock – ausprobieren, anfassen und spielen konnten. Speziell entwickelte Veranstaltungen wie Classico für Menschen ab 8 Jahre oder Piccolo für Kinder von 5 – 7 Jahre bieten bis heute den großen und kleinen Besuchern die Möglichkeit, auch ohne Vorkenntnissen die Faszination Musik hautnah kennen zu lernen, indem sie unter Anleitung von Musikprofis viele der über zweihundert Musikinstrumente der Sammlung selbst zum Klingen bringen. Ab Herbst 2009 wird das Klingende Mobil Hamburg, ein bunter Mercedes Sprinter, beladen mit Musikinstrumenten Schulen und Kitas anfahren und vor Ort zum Musizieren anregen. Seit 2004 gibt es ein „Schwestermuseum“ in Berlin und auch in München haben Kinder bald Gelegenheit, nach Herzenslust zu trommeln, zu tröten und zu streichen. 

MENTOR – Die Leselernhelfer Hamburg e.V.

2003 wurden in Hannover die ersten Mentoren als Leselernhelfer aktiv. 2004 griffen begeisterte Hamburger diese Idee einer 1:1-Leselernhife auf und gründeten MENTOR HAMBURG e.V. Seitdem hat der Verein 1200 Schüler gefördert. MENTOR Hamburg e.V. knüpft und pflegt Kontakte zu den Schulen, koordiniert und betreut die Arbeit der Mentoren, sucht und sichert Finanzierungsmöglichkeiten, sorgt für Schulung, Fortbildung sowie Wissenstransfer und übernimmt die Erfolgskontrolle. Schulen schlagen dem Verein Schüler vor, für die das Lesen bereits zum Stolperstein geworden ist. In der freundlichen Atmosphäre der Mentor-Stunde können Mentor und Schüler sich Texte im gemeinsamen Gespräch erschließen. Vielen Kindern, die nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind, wird die Integration erleichtert, indem sie sich mit einem deutschsprachigen Erwachsenen austauschen können. Lesen kann zur positiven Erfahrung werden und Bücher neugierig machen.

 

Die Preisverleihung fand am 15. Juni 2009 im „Thalia im Zelt“ statt.

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