Preise und Medaillen bis 2006

Von Beginn ihrer Tätigkeit an war die Auszeichnung verdienter Persönlichkeiten und neuer Talente mit Preisen und Medaillen prägend für die Stiftungen Alfred Toepfers. Auch nach dem Tod ihres Stifters setzte die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. die langjährige Tradition zahlreicher Auszeichnungen fort. Im Zuge der Neuausrichtung des Stiftungsprogramms seit 2005 wurde das frühere Spektrum der vergebenen Preise vor dem Hintergrund eines veränderten kulturpolitischen Umfelds einer Überprüfung unterzogen und schließlich maßgeblich konzentriert.

Die im Zuge dieser Neustrukturierung eingestellten Preise und Medaillen werden im Folgenden kurz vorgestellt. Ausführliche Darstellungen der Geschichte einzelner Auszeichnungen sowie der Kulturpreise der Stiftung in der Zeit des Nationalsozialismus finden Sie unter den Publikationen der Stiftung.

Die Reihe der bis 2006 vergebenen Kulturpreise umfasste folgende Auszeichnungen:


  • Hansischer-Goethe-Preis und Johann-Wolfgang-von-Goethe-Medaille in Gold für Völker verbindende humanitäre Leistungen.
  • Shakespeare-Preis für Leistungen im Bereich der Geisteswissenschaften und der Künste aus dem englischen Sprachraum Europas.
  • Montaigne-Preis für Leistungen zum europäischen Kulturerbe aus dem romanischsprachigen Raum (Universität Tübingen).
  • Herder-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der Künste und der Geisteswissenschaften aus den Ländern des europäischen Ostens im Sinne einer friedlichen Verständigung unter den Völkern (Universität Wien).
  • Henrik-Steffens-Preis für Leistungen im Bereich der Kunst und der Geisteswissenschaften in den skandinavischen Ländern (Christian-Albrechts-Universität Kiel).
  • Alexander-Puschkin-Preis für Schriftsteller, die in russischer Sprache publizieren.

Darüber hinaus vergab die Stiftung bis 2006 folgende Fachpreise und –medaillen:


  • Alexander-Petrowitsch-Karpinskij-Preis für Leistungen russischer Wissenschaftler auf den Gebieten der Natur- und Gesellschaftswissenschaften und auf dem Gebiet der Ökologie.
  • Heinrich-Tessenow-Goldmedaille für Leistungen in der handwerklichen und industriellen Formgebung sowie in der Erziehung zu Wohn- und Baukultur.
  • Wilhelm-Leopold-Pfeil-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der Forstwissenschaft und -wirtschaft (Fachhochschule Eberswalde).
  • Fritz-Schumacher-Preis für die Gebiete Städtebau und Landesplanung, Baukunst, konstruktiver Ingenieurbau, Baugeschichte, Landschaftsplanung und Gartenkunst oder Stadtökologie und Stadtsoziologie (Universität Hannover).
  • Justus-von-Liebig-Preis für agrarwissenschaftliche Forschung und Thünen-Goldmedaille für unternehmerische Leistungen in der Landwirtschaft (Christian-Albrechts-Universität Kiel).

Weitere Preise und Auszeichnungen hatte die Stiftung bereits vor 2006 eingestellt, darunter die Preise für Verdienste um die europäische Einigung, den Joost-van-den-Vondel-Preis und den Europa-Preis. Der früher verliehene niederdeutsche Fritz-Reuter-Preis wird mittlerweile von der Carl-Toepfer-Stiftung vergeben.