Übersetzerresidenz Bücher übersetzen – Brücken schlagen 

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und das Goethe-Institut bieten europäischen Übersetzern die Möglichkeit, in ruhiger Arbeitsatmosphäre vier bis acht Wochen in einer Gästewohnung auf Gut Siggen zu verbringen. Jährlich von Juli bis Oktober sind die Übersetzer zu Gast auf Gut Siggen, um an der Übersetzung eines Werkes der deutschsprachigen Literatur zu arbeiten.

Das Stipendium
Die Stiftung übernimmt die An- und Abreisekosten und gewährleistet die Verpflegung während des Aufenthaltes in Siggen. Darüber zahlt das Goethe-Institut den ausgewählten Übersetzern ein Stipendium in Höhe von 1.500 Euro.

Wer kann sich bewerben?
Um die Residenz können sich Übersetzer und Übersetzerinnen aus Europa bewerben. Voraussetzung sind mindestens zwei größere veröffentlichte Übersetzungen sowie ein Verlagsvertrag für die Übersetzung, an der während des Aufenthalts in Siggen gearbeitet werden soll. Weitere Informationen zur Bewerbung hier

Übersetzerresidenzen 2017

Alexandra Gorbowa

Alexandra Gorbowa wurde 1988 in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren. Sie studierte dort an der Staatlichen Universität von 2005 bis 2011 Romanistik und Germanistik und machte ihren Master in Vergleichender Literaturwissenschaft.  Seit dem ist sie als freie Übersetzerin und Lektorin bei verschiedenen Verlagen tätig (bei der Azbooka Verlagsgruppe seit 2011 und bei dem Samokat Verlag seit 2013). Sie übersetzt aus der deutschen und der spanischen Sprache. Zu den von ihr übersetzten Werken gehören zum Beispiel „Sieben Jahre in Tibet“ von Heinrich Harrer, „Inés del alma mía“ von Isabel Allende sowie „Plácido Domingo“ von Rubén Amón. 2016 erhielt sie den Merck-Übersetzerpreis für die Übersetzung von Wolfgang Herrndorfs  “Tschick“ ins Russische.  

Als Lektorin arbeitete Alexandra Gorbowa beispielsweise mit an „Verwirrung der Gefühle“ (von Stefan Zweig, in der Übersetzung von Olga Bochenkowa) oder an Finn-Ole Heinrichs „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ (übersetzt von Vera Komarowa).

Neben der Übersetzungs- und Lektorentätigkeit unterrichtet sie noch Spanisch und Deutsch.

Alexandra Gorbowa übersetzt zurzeit das Kinderbuch „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt und wird vom 7. August bis zum 15. September in Siggen zu Gast in der Übersetzerresidenz sein.

 

Dr. Tomasz Ososiński

Tomasz Ososiński wurde 1975 in Stargard Szcz. (Polen) geboren. Er studierte von 1994 bis 2000 an der Universität Warschau und hat zwei Master-Abschlüsse, in Klassischer Philologie und in Deutscher Philologie. Von 2000 bis 2005 absolvierte er sein Promotionsstudium, ebenfalls in Deutscher Philologie.

Schon während seines Studiums arbeitete Ososiński an der Warschauer Universität. 2008 wechselte er für zwei Jahre zu einer privaten Universität. Bis heute arbeitet er in der Nationalen Bibliothek. Außerdem war Ososiński für drei Jahre Vorsitzender des Verbandes Polnischer Literaturübersetzer. Ososiński hat zahlreiche Stipendien und Preise gewonnen.

Tomasz Ososiński ist vom 18. September bis zum 27. Oktober in Siggen und arbeitet an der Übersetzung ins Polnische des Werkes von Hanna Arendt und Günther Stern-Anders: „Rilkes Duineser Elegien“.

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