Der Förderfonds Demokratie geht in die 3. Runde

Bis zum 30. September 2020 können sich zivilgesellschaftliche Demokratie-Initiativen aus ganz Deutschland für eine einmalige Förderung bis zu max. € 5.000,- bewerben.
Der Förderfonds Demokratie ist eine Gemeinschaftsinitiative von 8 deutschen Stiftungen, darunter die Alfred Toepfer Stiftung.
Mehr unter: https://www.foerderfonds-demokratie.de/startseite

Folgeveranstaltung der „Ideen- und Handlungsschmiede“

© Brigitta Erdödy

Im Juli fand die zweite „Ideen- und Handlungsschmiede zur zukunftsgerechten Landnutzung“ unter der Fragestellung „Wie werden junge Landwirte und Landwirtinnen fit für die anstehende Transfor-mation?“ statt. Wieder kamen Teilnehmende aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Bildung im Seminar-zentrum Gut Siggen zusammen, um sich über eine zukunftsfähige Landwirtschaft auszutauschen und zu diskutieren. Im Rahmen eines „Design Sprint“ sammelten sie zudem Ideen für mögliche Fortbildungs-formate im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung. Abgerundet wurde das Programm durch „1:1-Konzerte“ am Abend und einen Open Space, in den die Teilnehmenden eigene Themen einbrachten.

Birkhühner, Heidschnucken und Hamburger Stadtkinder

Acht Hamburger Schulklassen erhalten für das Schuljahr 2020/21 ein Stipendium für einen Aufenthalt auf dem „Schulbauernhof Wilsede“. Die Schüler aus urbaner Umgebung Hamburgs erhalten durch das Natur-schutzbildungsprojekt Einblicke in die Landwirtschaft und Nahrungsmittel-produktion und lernen so achtsamer mit der Natur umzugehen. Jedes Jahr werden Schulklassen von Vertretern der Stiftung Naturschutz Lüneburger Heide (VNP), der Schulbehörde, der Hanns R. Neumann Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. für ein Stipendium ausgewählt. Das Programm richtet sich an 3. bis 6. Schulklassen. Weitere Infos finden Sie hier.

Auftaktveranstaltung der „Ideen- & Handlungsschmiede“

© Brigitta Erdödy

Anfang März fand als Auftakt des neuausgerichteten Programmbereichs Zukunftsgerechte Landnutzung eine „Ideen- und Handlungsschmiede zur zukunftsgerechten Landnutzung“ statt. 20 Teilnehmende aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft, Bildung und Beratung waren zu Gast im Seminarzentrum Gut Siggen. Im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ sammelten sie Kritik am gegenwärtigen Agrar-system. Anschließend setzten sie sich mit der Bedeutung verschiedener Megatrends auseinander, um dann utopische Zukünfte und konkrete Projektideen zur Umsetzung einer nachhaltigeren Landnutzung zu ent-werfen. Es ergab sich ein intensiver Austausch, der u.a. in einem Kamin-gespräch, einem Open Space und darüber hinaus, fortgesetzt wurde.

Was macht eigentlich…?

Lea Tezcan-Götz, Foto: Andreas Amann

Dr. Lea Tezcan-Götz, Mitglied des Stiftungsrates der Toepfer Stiftung

Seit beinahe drei Jahren unterstütze ich die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. als beratende Stiftungsrätin. Vor allem mit meiner Erfahrung in der EU-Öffentlichkeitsarbeit und im Bereich der Integrationspolitik kann ich zu der Arbeit der Stiftung beitragen. Impulse und Inspiration für die Mitwirkung finde ich auch durch zwei weitere Engagements: in den letzten vier Jahren (bis Januar 2020) war ich Vorsitzende des Tönissteiner Kreis e. V., einem überparteilichen und interdisziplinären Netzwerk auslandserfahrener Führungskräfte. 1958 als ein „Gesprächs­kreis für Wissenschaft und Wirtschaft“ entstanden versteht er sich als Dialog- und Projektforum für gesellschaftsrelevante Themen. Er greift Impulse aus der internationalen öffentlichen Diskussion auf, um die Innovationsfähigkeit und Weltoffenheit in Deutschland zu stärken. Die diesjährigen Jahresgespräche, die jährliche große Konferenz des Kreises, widmeten sich z. B. unter dem Titel „Werte. Wahrheit. Wettbewerb.“ der zunehmenden Polarisierung in den internationalen Beziehungen, den unterschiedlichen Auffassungen über Wahrheit und Meinung dabei und der damit einhergehenden Prüfung der Standhaftigkeit unserer Werte.

Außerdem unterstütze ich aktiv den Hamburger Verein Schotstek als Mentorin. Dort erkenne ich immer wieder wie vielfältig und innovativ die Hamburgerinnen und Hamburger sind und wie sehr es in der Tat nicht (nur) darauf ankommt, woher wir kommen sondern, wo wir sind und wo wir hingehen wollen. Die Motivation und Begeisterung für diese freiwillige Arbeiten schöpfe ich aus dem persönlichen Bedürfnis, einen Beitrag zu einer menschlicheren und gerechteren Gesellschaft zu leisten, ausgrenzende, vermeintlich kulturelle Unterschiede zu überbrücken und eine gemeinsame Zukunft zu gestalten als über Bedrohungen und Herausforderungen zu klagen.