Zusammenarbeit und Vernetzung europäischer Journalisten

Journalisten haben eine elementare Funktion für eine lebendige Demokratie. In Europa wie weltweit erfährt der Journalismus jedoch einen tiefgreifenden Strukturwandel, der diese Funktion in Frage stellt. Mit dem Europäischen Journalistenprogramm unterstützt die Toepfer Stiftung den Qualitätsjournalismus in Europa und fördert die Vernetzung europäischer Journalisten.

Der Journalismus steht unter Druck. Mit der Digitalisierung sind die bisherigen Erlösmodelle weggebrochen, der Medienkonsum hat sich stark verändert und die Vielzahl ungefilterter Meldungen und Meinungen im Netz hat das Vertrauen in „die Presse“ verringert. Autokratische Regierungen greifen in verschiedenen Ländern zudem die Pressefreiheit an. Welche Auswirkungen dieser Transformationsprozess auf die Qualität und Vielfalt der Medienlandschaft haben wird, ist derzeit ebenso offen wie die Frage, welche journalistischen Modelle zukunftsweisend sind.
Besonders betroffen vom den ökonomischen Sparvorgaben sind aufwändigere Recherchen und die Arbeit von Lokal- und Regionalredaktionen. Zugleich steigt die Zahl grenzüberschreitend relevanter Themen kontinuierlich an, so in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Migration oder organisierte Kriminalität. Kollaboration und grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Journalistinnen und Journalisten ist daher besonders dringlich und bietet einen Weg, trotz schwindender Ressourcen vertiefte Recherchen zu ermöglichen wie auch Machtstrukturen verantwortlich zu halten.

Programmziele
Ziel des Programms ist der Aufbau eines Netzwerkes für die eigene journalistische Praxis. Experten und Praktiker vermitteln zudem Input und Know How zur kollaborativen und grenzüberschreitenden journalistischen Zusammenarbeit. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, ein bestehendes oder potentielles Recherchethema weiterzuentwickeln und bekommen Feedback durch Experten und Peers. Sie setzen sich mit relevanten Methoden und Tools auseinander, tauschen sich themenspezifisch aus und reflektieren die eigene professionelle Praxis. Bis zu zwanzig Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa, die für lokale und regionale Medien arbeiten, werden in das Seminarzentrum Gut Siggen eingeladen.

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