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Schiffswege Kulturschaffender ins Exil (1933-1941)

Ausstellung vom 13. Februar bis 23. April 2020 Von den Nationalsozialisten bedroht und verfolgt, mussten Tausende Kulturschaffende ihre Heimat verlassen. Dabei änderten sich die Ein- und Ausreisebestimmungen, Vorschriften für Pässe und Visa sowie Kapitaltransfers unentwegt. Im Laufe der sich zuspitzenden antijüdischen Entrechtungspolitik wurden Fluchten von 1933 bis zum Ausreiseverbot 1941, dem Beginn der lange geplanten Massendeportationen, immer schwieriger und gefahrvoller. Anhand ausgewählter Schicksale aus den Bereichen Literatur und Bildende Kunst, darunter von Johannes Ilmari Auerbach, Georg Grosz, Mascha Kaléko, Anna Seghers und Bertolt Brecht, werden Schiffswege ins Exil illustriert: sorgfältig geplante, hastig angetretene, legale und illegale Aufbrüche Richtung Palästina, Großbritannien, Südamerika oder in die USA. Historische Ansichtskarten der jeweiligen Schiffe, Abfahrts- und Ankunftshäfen – eine Besonderheit der Ausstellung (übernommen aus dem Kunstmuseum Ahrenshoop) –  skizzieren die Routen ins  Ungewisse, ergänzt von Kunstwerken, Romanpassagen, Gedichten und Briefzitaten, deren Motive und Themen Einblicke in das individuell Erlebte an Bord und anschließend in der Fremde gewähren.

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