Lokales Engagement für mehr Schulabschlüsse

Mit dem „heimspiel“ verfolgen die Projektpartner das Ziel, eine langfristige, erfolgreiche Bildungslandschaft in drei als sozial benachteiligt eingestuften Quartieren Hamburgs aufzubauen. Das auf 10 Jahre angelegte Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Joachim Herz Stiftung. In einem mehrstufigen Verfahren wurden die Quartiere Rahlstedt im Bezirk Wandsbek, Neuwiedenthal im Bezirk Harburg sowie Billstedt im Bezirk Hamburg-Mitte als Standorte für „heimspiel“ ausgewählt.

In diesen dreien, überschau- und erlaufbaren Gebieten wird zum einen ein Netzwerk mit all denen aufgebaut bzw. gestärkt, die sich mit formaler, non-formaler und informeller Bildung befassen. Der Begriff Bildung umfasst hier also auch frühkindliche Bildung und außerschulische Lernorte wie Bauspielplatz, Sportverein, Jugendgruppe, Bücherhalle u.v.m. Zum zweiten beabsichtigt „heimspiel“, die Angebote für Bildung und Teilhabe besser als bisher aufeinander abzustimmen, um eine Versäulung und Verinselung der Angebote zu vermeiden. Und drittens sollen Schule und Lebenswelt stärker miteinander verbunden werden. Hier geht es langfristig darum, die Kluft zwischen der Lebenswelt und den Interessen der Lernenden sowie dem Stoff, den die Schule vorgibt, zu verringern.

Gemäß dem Titel wird es darum gehen, das Team der Akteure zu einem erfolgreichen Zusammenspiel zu ermutigen: zur Optimierung der Passgenauigkeit seiner Angebote und zur Anschlussfähigkeit seiner verschiedenen „Spielerpositionen“. Die beteiligten Stiftungen wollen dabei die Trainingsbedingungen verbessern – solange das Team, die Spieler, dies wünschen und zulassen. In dieser Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein gelungenes Spiel liegt letztlich der Wert der Vernetzung der Akteure. Hier erfahren Sie mehr.
Headerfoto: © Joachim Herz Stiftung, Fotograf: Andreas Klingberg

Aktuelles Fortbildungsprogramm 2019/20

Auch für das neue Schuljahr 2019/20 bietet „heimspiel. Rahlstedt“ wieder Fortbildungen für außerschulische und schulische Fachkräfte aus dem pädagogischen Bereich an. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen können Sie dem aktuellem Flyer entnehmen oder der Projektwebseite.

Jeder Schultag zählt – Strategien gegen Scheitern

Wie können gemeinsam Maßnahmen gegen Schulabsentismus entwickelt werden? Jedes Jahr verlassen in Hamburg durchschnittlich zwischen fünf und sieben Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs die Schule ohne einen Abschluss. In manchen Stadtvierteln liegt der Anteil deutlich darüber. Eine Hauptursache ist der sogenannte Absentismus – die Schüler erscheinen nur unregelmäßig zum Unterricht, oft bereits seit dem Grundschulalter. Das Projekt „Jeder Schultag zählt – Strategien gegen Scheitern“ soll nun an vier Schulen in den Hamburger Stadtteilen Neuwiedenthal und Rahlstedt konkrete Maßnahmen gegen Absentismus entwickeln, um einen späteren Schulabbruch zu verhindern.

Aus Rahlstedt nehmen die Grundschule Großlohering sowie die Grund- und Stadtteilschule Altrahlstedt am Projekt teil, welches zunächst bis Ende 2022 läuft. Nach einer ersten Analyse der Situation an den teilnehmenden Schulen, sollen im Dialog mit den Schulen geeignete Schritte gegen Schulabsentismus entwickelt und umgesetzt werden. Die Wirkung dieser Maßnahmen wird anschließend wissenschaftlich überprüft und begleitet, um sie bei Bedarf im laufenden Prozess sofort anpassen und verbessern zu können. Das Projekt wird von der Joachim Herz Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. initiiert und gefördert, geleitet und umgesetzt wird es von dem Bildungsforscher Professor Heinrich Ricking von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung ist Kooperationspartner. Mehr Informationen finden Sie hier

Das Sprachfördernetzwerk „heimspiel. Rahlstedt“

Das Sprachfördernetzwerk setzt an dem Bedarf nach fachlichem Austausch und Kooperation der Sprachförderkräfte im Stadtteil Rahlstedt an. Das seit 2015 bestehende Netzwerk tagt zweimal jährlich mit dem Ziel, einen Austausch über Methoden, Bedarfe und Ideen von Sprachförderkräften aus Kita, Vor- und Grundschule zu ermöglichen sowie zu verbessern. Das Bildungsprojekt „heimspiel. Rahlstedt“ übernimmt in diesem Zusammenhang die Koordination und unterstützt, um den strukturellen Rahmen des Austausches zu zu stärken.

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