Tímea Junghaus

Tímea Junghaus ist Kuratorin und erste Roma- Kunsthistorikerin in Ungarn. Sie erhielt den KAIROS-Preis für ihren großen persönlichen Einsatz, mit dem sie als Kulturaktivistin immer wieder Wege fand und findet, die zeitgenössische bildende Kunst der europäischen Roma jenseits bestehender Klischees zu erschließen. Sie schärft damit zugleich das öffentliche Bewusstsein für den Beitrag der Roma zur kulturellen Vielfalt in Europa. 

Tímea Junghaus leitet seit 2005 das Roma Cultural Participation Project beim Open Society Institute in Budapest. Auf der 52. Biennale in Venedig kuratierte sie den ersten transnationalen Roma- Pavillon „Paradise Lost“. Für diesen Pavillon hat sie Werke von sechzehn europäischen Künstlern zusammengestellt, die das gesamte Spektrum der zeitgenössischen Kunst abbilden: Malerei, Videoart, Installation, Skulptur, Grafik. Im Jahre 2013 gründete sie die Gallery8 für zeitgenössische Roma-Kunst in Budapest.

Die Preisverleihung fand am 10. Februar 2008 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt. 

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