Max-Brauer-Preisträger 2014: Hajusom e.V. 

Das transnationale Kunstprojekt Hajusom aus Hamburg ist bundesweit das einzige seiner Art. Mehr als 200 junge Menschen aus vielen Teilen der Welt  – so zum Beispiel aus westafrikanischen Ländern und Afghanistan, aus der Dominikanischen Republik, Mazedonien und Vietnam – haben zusammen mit den Initiatorinnen und künstlerischen Leiterinnen, Ella Huck und Dorothea Reinicke, die bewegliche Identität von Hajusom über 15 Jahre gestaltet. Gemeinsam mit international anerkannten Musikern, Dramaturgen, Philosophen, Theaterleuten und bildenden Künstlern sind zahlreiche, preisgekrönte Performance-Produktionen entstanden, uraufgeführt beim Koproduktionspartner Kampnagel in Hamburg. 

Hajusom ist eine pulsierende, stetig wachsende Familie, in der die Trennung von Leben und Kunst aufgehoben ist; durch die Vielfalt ihrer kulturellen Ressourcen wird schöpferische Kraft frei gesetzt, die starke Persönlichkeiten fördert, fordert und mitreißende Theaterabende kreiert. Die jungen Performer kooperieren auch mit Künstlern aus ihren Herkunftsregionen: So steht zum Jahreswechsel 2014/2015 eine zweiwöchige Reise nach Burkina Faso an, um eine Work-in-Progress-Produktion mit jungen Künstlerinnen aus Ouagadougou zu starten, die im März auf Kampnagel zu Ende gestellt und präsentiert wird. Kunst bedeutet bei Hajusom, sich mit den Mitteln der Performing Arts an die Schnittstelle von sozialen und politischen Transformationsprozessen zu begeben, Klischees und Schubladendenken zu vermeiden und neue Perspektiven auf unsere globalisierte Welt sichtbar zu machen.

Hajusom wird anlässlich seines Jubiläums vom 28. bis 30. November 2014 ein Festival auf Kampnagel veranstalten: „if we ruled the world“, mit Performances, einer Rauminstallation, Kino, Konzert, Diskussionen und einer Kunst-Aktion im Freien zum Versenden wichtigster Botschaften.

Am 7. September 2014 wurde Hajusom in der Hamburgischen Staatsoper mit dem Max-Brauer-Preis 2014 ausgezeichnet. 

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