Max-Brauer-Preis 2018: Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg | International Queer Film Festival sind mit 15.000 Besuchern das größte und älteste queere Filmfestival Deutschlands. 1989 entstanden im Rahmen eines Filmseminars an der Uni Hamburg zum damals kaum erforschten Thema „Homosexualität im Film“, werden sie von einem selbstverwalteten und vornehmlich ehrenamtlich arbeitenden Kollektiv organisiert. Unzählige Helferinnen und Helfer unterstützen das Filmtageteam das ganze Jahr bei der Vorbereitung und während der Festivalwoche.

Als wichtiger öffentlicher Ausdruck der LSBTIQ-Community in Hamburg erhöhen die Filmtage die Sichtbarkeit von homo- und bisexuellen Lebensweisen, Trans-Identitäten und Intersexualität. Der Wunsch, möglichst vielfältige und aktuelle internationale Filmproduktionen zu präsentieren, geht einher mit dem Anspruch der Festivalmacher, ein Forum für gesellschaftlich engagierte, diskussionswürdige und anspruchsvolle Filmkultur zu bieten. Die daraus resultierende Mischung macht die Filmtage zu einem Ereignis, das nicht nur für die Community, sondern für alle Film- und Kulturinteressierten von Bedeutung ist.

In einer Kooperation mit dem kommunalen Kino Metropolis entstanden im Sommer 1990 die ersten Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg als eine Veranstaltung der Kinemathek Hamburg. Weil die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg stetig an Aufmerksamkeit gewannen, gründete sich 1995 der gemeinnützige Verein Querbild e.V. Er ist seitdem Veranstalter und Träger der Filmtage. 

Am 2. September 2018 wurden die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg mit dem Max-Brauer-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im St. Pauli Theater statt.

 

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