Übersetzerresidenz Bücher übersetzen – Brücken schlagen 

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und das Goethe-Institut bieten europäischen Übersetzern die Möglichkeit, in ruhiger Arbeitsatmosphäre vier bis acht Wochen in einer Gästewohnung auf Gut Siggen zu verbringen. Jährlich von Juli bis Oktober sind die Übersetzer zu Gast auf Gut Siggen, um an der Übersetzung eines Werkes der deutschsprachigen Literatur zu arbeiten.

Das Stipendium
Die Stiftung übernimmt die An- und Abreisekosten und gewährleistet die Verpflegung während des Aufenthaltes in Siggen. Darüber zahlt das Goethe-Institut den ausgewählten Übersetzern ein Stipendium in Höhe von 1.500 Euro.

Wer kann sich bewerben?
Um die Residenz können sich Übersetzer und Übersetzerinnen aus Europa bewerben. Voraussetzung sind mindestens zwei größere veröffentlichte Übersetzungen sowie ein Verlagsvertrag für die Übersetzung, an der während des Aufenthalts in Siggen gearbeitet werden soll. Weitere Informationen zur Bewerbung hier

Übersetzerresidenzen 2018

Ariuntsetseg Ganbold

Ariuntsetseg Ganbold wurde 1976 in Baruun-Urt (Mongolei) geboren. Von 1994 bis 2000 studierte sie Germanistik an der Nationaluniversität der Mongolei und schloss ihr Studium mit dem Bachelor in Methodik und Didaktik des Deutschunterrichts und dem Master in Kontrastiver Linguistik ab. Von 1999 bis 2005 arbeitete sie als Dozentin für Deutsch an der Nationaluniversität der Mongolei. Von 2005 bis 2012 studierte sie an der Universität Kassel Deutsch als Fremdsprache und arbeitete als Lehrkraft für Deutsch am Institut für Sprachen in Kassel.

Seit ihrer Rückkehr in die Mongolei im Jahre 2012 arbeitet Ariuntsetseg Ganbold im Monsudar-Verlag als Chefredakteurin. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Linguistik. Darüber hinaus machen in den letzten Jahren literarische Übersetzungen und Übersetzungsredaktionen einen immer wichtigeren Teil ihrer Arbeit aus.

Parallel dazu promoviert sie seit September 2017 im Fach Bildungswissenschaft an der Pädagogischen Universität der Mongolei.

Ariuntsetseg Ganbold übersetzt zurzeit das Buch Die Welt im Rücken von Thomas Melle, das vom Autor selbst als einen „gescheiterten Bildungsroman“ bezeichnet wird. Vom 11. Juni bis zum 27. Juli 2018 wird sie in Siggen zu Gast in der Übersetzerresidenz sein.

 

Roksolana Sviato

Roksolana Sviato  wurde 1983 in Kiew (Ukraine) geboren. Dort studierte sie Philologie an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie und schloss ihr Studium 2005 mit dem Bakkalaureus und dem Magister ab.

Sviato hat als freiberufliche Lektorin, Redakteurin und Übersetzerin für mehrere ukrainische Zeitschriften und Verlagen (z.B. Ukrainsky Zhurnal, Ukraina Moderna, Krytyka) gearbeitet. Seit 2015 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin, Autorin, Literatur- und Kinokritikerin sowie Journalistin. Sie übersetzt aus dem Deutschen, dem Englischen und dem Polnischen ins Ukrainische. Aus dem Deutschen ins Ukrainische hat sie bereits Autoren wie Hans Robert Jauß, Melinda Nadj Abonji, Jonas Lüscher und Ingeborg Bachmann übersetzt.

Vom 6. August bis zum 21. September 2018 wird Roksolana Sviato in Siggen das Tagebuch Eine Frau in Berlin von Anonyma (Marta Hillers) übersetzen, welches 2019 im Komora-Verlag veröffentlicht wird.

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