Zusammenarbeit und Vernetzung europäischer Journalisten fördern

Journalisten haben eine elementare Funktion für eine lebendige Demokratie. In Europa wie weltweit erfährt der Journalismus jedoch einen tiefgreifenden Strukturwandel. Mit dem Europäischen Journalistenprogramm möchte die Toepfer Stiftung den Qualitätsjournalismus in Europa und die Vernetzung europäischer Journalisten fördern.

Digitalisierung, veränderter Medienkonsum und schwindendes Vertrauen in „die Presse“ setzen den Journalismus unter Druck. In verschiedenen Ländern Europas ist die Pressefreiheit zunehmend bedroht. Diese Prozesse beeinflussen die Qualität und Vielfalt der Medienlandschaft und zwingen zur Suche nach neuen journalistischen Methoden und Modellen.
Besonders betroffen von den ökonomischen Zwängen sind aufwändige, investigative Recherchen und die Arbeit von Lokal- und Regionalredaktionen. Zugleich steigt die Zahl grenzüberschreitend relevanter Themen kontinuierlich an, so in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Migration oder organisierter Kriminalität. Kollaboration von Journalistinnen und Journalisten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bieten einen Weg, trotz schwindender Ressourcen vertiefte Recherchen zu ermöglichen und Machtstrukturen weiter verantwortlich zu halten.

Das Programm
Im neuen Programm European Crossborder Collaborative Journalism vermitteln Experten Input und Know-How zur grenzüberschreitenden und kollaborativen journalistischen Zusammenarbeit mit einem Fokus auf Lokal- und Regionaljournalisten. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes für die eigene journalistische Praxis. Die Teilnehmenden setzen sich mit relevanten Methoden und Tools auseinander und haben die Möglichkeit ein bestehendes oder potentielles Recherchethema weiterzuentwickeln und Feedback von Experten und Peers zu erhalten. Zielgruppe sind bis zu zwanzig Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa, die für lokale und regionale Medien arbeiten. Ein Folgetreffen findet im Mai 2020 im Rahmen der EIJC&Dataharvest statt, für die die Teilnehmenden ein Vollstipendium erhalten. Experten kommen von u.a. Arena, Hostwriter, Journalismfund und Investigative Europe.
Kooperationspartner des Programms ist Arena for Journalism in Europe.

Termine:
27.2.-1.3.2020
, Seminarzentrum Gut Siggen, Ostsee
14.-17.5.2020: EIJC&Dataharvest, Mechelen, Belgien

 

Weitere Förderungen Europäischer Journalismus

European Crossborder Journalism Fellowship zur Teilnahme an der GIJC19
Vom 26.-29.9.2019 fand die Global Investigative Journalism Konferenz (GIJC19) in Hamburg statt. Toepfer Stiftung und Netzwerk Recherche initiierten gemeinsam das European Crossborder Journalism Fellowship, mit dem sechs Journalistinnen und Journalisten aus Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Slovenien und Ungarn ein Vollstipendium zur Konferenzteilnahme erhielten.

Förderung der Riff Reporter 2018/2019
Unter dem Dach der RiffReporter-Genossenschaft wurden 2018 die Flussreporter gegründet, ein Online-Magazin zu Flüssen und europäischen Flusslandschaften. Die Alfred Toepfer Stiftung hat die Flussreporter in ihrer Startphase mit €20.000,- unterstützt.

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Der Max-Brauer-Preis ermutigt Akteure, die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen. 

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