Das Programm Museion21. bietet verschiedene Weiterbildungs- und Netzwerkformate für Führungskräfte der deutschsprachigen Museumslandschaft. Es bietet den Programmteilnehmenden die Möglichkeit, sich themenspezifisch und auf Leitungsebene auszutauschen, abseits alltäglicher Wege und Blickrichtungen das eigene Tun zu reflektieren und gemeinsam über das Museum nachzudenken und in die Museumslandschaft hineinzuwirken.

Gemeinsam mit der Volkswagen-Stiftung, der Körber-Stiftung, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Museumsbund wurde „Museion21. – Die Museumsakademie“ zunächst für angehende und junge Führungskräfte des Museumssektors entwickelt und in den Jahren 2014 bis 2017 drei Mal ausgeschrieben. Ausgewählt und gefördert wurden engagierte Nachwuchskräfte, die sich mit der Frage beschäftigen wollten, welche Eigenschaften und Fähigkeiten sie zu einer Führungspersönlichkeit machen – zu einer Persönlichkeit, die Veränderungen anstoßen, Menschen begeistern und das große Ganze im Blick behalten kann.

Das Programm bereitete die Teilnehmenden gezielt auf die Übernahme einer Leitungsfunktion vor. In vier Modulen durchliefen die Teilnehmenden die Stationen zukünftiger Herausforderungen: von der Reflexion der eigenen Selbstwirksamkeit als Führungskraft, über die Entwicklung einer Vision für das Museum der Zukunft, weiter zur Etablierung neuer Routinen und Umsetzungsfragen bis hin zur Konfrontation mit der Krise. Profilierte Personen aus Museumswelt, Wirtschaft, Politik und Kulturförderung gaben Impulse und leiteten die Workshops. Anhand unterschiedlicher Lern- und Arbeitsformate wurden Szenarien durchgespielt, Kompetenzen trainiert, Beispiele guter Praxis analysiert und Netzwerke erweitert.

Das entstandene Alumni-Netzwerk der drei Programmjahrgänge ist weiterhin als solches aktiv und im Austausch, u.a. mit jährlichen von der Stiftung geförderten Netzwerktagungen.

Im Sinne einer Weiterentwicklung dieses Angebots trifft sich seit 2018 der „Museion21. – Siggener Kreis für Museumsleitungen“ regelmäßig im Seminarzentrum Gut Siggen. Dieses Format ist ein Angebot an junge wie auch erfahrene Museumsleitungen aus den Bereichen Kunst, Geschichte, Ethnologie, Archäologie und Naturkunde, sich interdisziplinär zu museumspolitischen Fragen sowie Aspekten von Leadership auszutauschen. Abseits des Arbeitsalltags und jenseits üblicher Gremien wird ein Raum geboten, um in vertraulichem Rahmen zu diskutieren, zu reflektieren und zu lernen. Im Fokus stehen Kollegiale Beratung, Coaching und Debatte. Auch hier werden bedarfsorientiert externe TrainerInnen, ModeratorInnen und ImpulsgeberInnen hinzugeladen. Eine Teilnahme ist nur auf Einladung hin möglich.

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