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Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. - KAIROS-Preis

Was wir tun

KAIROS-Preis

Der KAIROS-Preis wird seit 2007 an europäische Künstler und Wissenschaftler aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Musik, Architektur, Design, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik verliehen. Ausgezeichnet werden sowohl künstlerische Individualleistungen als auch die Leistungen derer, die Kultur in Europa ermöglichen und ihr entscheidende Impulse geben: Produzenten, Intendanten, Verleger, Festivalleiter und andere Initiatoren.

Benannt nach dem Gott des „rechten Augenblicks“ der griechischen Mythologie, ist der Preis Anerkennung und Ermutigung zugleich: Er gilt Künstlern und Kulturermöglichern, die in ihren Feldern pionierhaft, avantgardistisch und wegweisend arbeiten und wirken, ohne den Zenit ihres Schaffens bereits erreicht zu haben.

Mit einer Preissumme von € 75.000 ist der Preis einer der höchstdotierten Kulturpreise in Europa. Seine Konzeption bündelt die zahlreichen früheren, über lange Jahre vergebenen, Kulturpreise der Stiftung und spiegelt zugleich die veränderten gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bedingungen im heutigen Europa wider.

Über die Vergabe des Preises entscheidet ein unabhängiges Kuratorium. Eine Bewerbung ist nicht möglich.

KAIROS-Kuratorium

Vorsitzender:
Freo Majer, Gründer und künstlerischer Leiter des Mentorship-Programms „Forecast“

Mitglieder:
Zandile Darko, Schauspielerin, Theatermacherin, Choreographin
Jens Balzer, Schriftsteller und Journalist
Anja Fix, stellv. Leitung der ZDF-Hauptredaktion Kultur und Redaktionsleitung von 3sat-Kulturzeit
Dr. Lisa Kosok, em. Professorin für Kulturerbe und Museumswissenschaften
Heike Catherina Mertens, Geschäftsführerin Margot Friedländer Stiftung
Prof. Dr. Martin Zierold, Leiter des Instituts für Kultur- und Medienmanagement, Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Preisträger 2026:

© Rob McDougall

© Rob McDougall

Martin MacInnes, 1983 im Norden Schottlands geboren, arbeitet als Schriftsteller an der Schnittstelle zwischen literarischer und spekulativer Fiktion. Dabei dramatisiert er die Wechselwirkung zwischen individueller menschlicher Erfahrung und größeren planetarischen Maßstäben und Zeiträumen. Er ist Bestsellerautor von drei Romanen. Sein letztes Werk „In Ascension“ wurde für den Booker Prize nominiert, von Barack Obama zu einem der zehn besten Bücher des Jahres gekürt und wird derzeit für eine Verfilmung adaptiert. Seine Werke wurden in dreizehn Sprachen veröffentlicht, sind bislang jedoch noch nicht ins Deutsche übersetzt.

 Martin MacInnes schafft Erzählungen und Romane von eindringlicher Wirkung. Er entwickelt Zukünfte, die uns plausibel, sogar vertraut erscheinen, entfaltet er sie doch aus einem genauen Blick auf die Gegenwart. Beim Lesen können wir uns dem Sog seiner Erfindungen, den beeindruckenden Bildern wie den scharf gezeichneten Charakteren kaum entziehen und folgen seiner überzeugenden Stimme überallhin – und das dürfen wir. Denn MacInnes manipuliert nicht. Seine Figuren ringen glaubhaft darum, wer sie sein und was sie erreichen wollen, hadern mit ihren Verletzungen, und nur zu gut erkennen wir uns wieder in ihrem Staunen, ihrer Verstörung über die Komplexität der Wirklichkeit. Des Autors Blick auf seine Geschöpfe legt uns Lesenden nahe, wie auch wir auf Menschen schauen könnten: mit Großzügigkeit, Humor und Geduld. Martin MacInnes‘ Erzählen weitet unser Denken, eröffnet uns ungeahnte Räume der Imagination. In unserer Gegenwart der Polykrisen wollen wir seinen klaren Blick auf die Wirklichkeit als Anlass zu Hoffnung sehen. Dieses Werk weist über sich selbst hinaus.

Begründung des Kuratoriums

Am 29. März um 11.00 Uhr wird Martin MacInnes im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg mit dem KAIROS-Preis 2026 ausgezeichnet.

Die Anmeldung erfolgt über dieses Formular.

Bisherige Preisträger

Kontakt

Uta Gielke Stellvertretende Leitung der Programmabteilung, Programmleitung Kultur

+49 40 33 402 – 14gielke[at]toepfer-stiftung.de